DOK LEIPZIG 30. OKTOBER – 5. NOVEMBER 2017
60. INTERNATIONALES LEIPZIGER FESTIVAL FÜR DOKUMENTAR- UND ANIMATIONSFILM
DOK Leipzig Film Festival

Montags in Dresden


Montags in Dresden




KATALOGTEXT
94 Konserven, 60 Packungen Dosenwurst, Klopapier-Reserven bis unter die Decke und mehrere Plastikboxen mit Instantkaffee. Sabine Ban, eine junge, alleinerziehende Mutter, hat vorgesorgt – für den Fall einer bewaffneten Auseinandersetzung mit Russland oder, und das scheint ihr das wahrscheinlichere Szenario zu sein, eines Bürgerkrieges im eigenen Land. Seit Oktober 2014 finden in Dresden wöchentlich Demonstrationen statt. Unter dem Bekenntnisbegriff „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, kurz: Pegida, haben sich zahlreiche Menschen formiert, um ihren Protest gegen die Bundesregierung auf die Straßen zu tragen. Sabine Ban ist eine von denen, die regelmäßig zu den Kundgebungen kommen.

„Wer geht hier und aus welchen Gründen auf die Straße? Und um was geht es ihnen wirklich?“, fragt die Regisseurin Sabine Michel zu Beginn ihres Films. Um das herauszufinden, hat sie drei überzeugte Pegida-Anhänger der ersten Stunde begleitet, darunter auch das ehemalige Mitglied im Organisationsteam René Jahn. Mit offenem Interesse an Alltag und Denkweisen ihrer Protagonisten rückt ihr Film ganz dicht an jene Phänomene heran, die oft nur noch in dauerschwirrenden Begriffen stillgestellt scheinen: Wutbürger, Lügenpresse, die Abgehängten, die Eliten.

Lukas Stern


Nominiert für Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts, Filmpreis "Leipziger Ring"

Das Screening am Mittwoch, 01.11.2017 findet als Special Screening des MDR statt.

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Credits
Originaltitel: Montags in Dresden
Land: Deutschland
Jahr: 2017
Sprache: deutsch
Untertitel: englische
Laufzeit: 83 min.
Format: DCP
Farbe: Colour
Regie: Sabine Michel
Produktion: Susann Schimk
Kamera: Martin Langner
Schnitt: Vinzent Kutsche
Ton: Johannes Schneeweiß
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