DOK LEIPZIG 30. OKTOBER – 5. NOVEMBER 2017
60. INTERNATIONALES LEIPZIGER FESTIVAL FÜR DOKUMENTAR- UND ANIMATIONSFILM
DOK Leipzig Film Festival

Betrug


Betrug


KATALOGTEXT
„Wir dürfen nicht vergessen: Unsere Kinder sind den Großteil des Tages im Kindergarten, die sind fast mehr im Kindergarten als zu Hause. Und deshalb auch mit den Menschen im Kindergarten – den kleinen wie den großen – sind sie fast mehr zusammen als mit uns. Und da muss das schon alles stimmen. Und dort stimmt das auch – in 99,999 Prozent.“ Aus den restlichen 0,001 Prozent ist dieser Film gemacht. Ausschließlich Eltern hat David Spaeth vor die Kamera gebeten. Doch von Anfang an ist klar: Sie sind nicht alle gleich. Es gibt die Betrogenen und es gibt den Betrüger. Die Betrogenen sitzen auf Design-Sofas aus Wollfilz und wundern sich auf sensible Weise. Der Betrüger hat ein glänzendes Gesicht und besäuft sich an seiner Story. Beide Parteien montiert Spaeth zu einer Art Dialog, Elternpaare (Betrogene) und Elternteil (Betrüger) korrespondieren und machen den Blick frei auf ein Geschehen, das von Vergangenem erzählt, aber vielleicht noch mehr von der Gegenwart.

Der Betrüger heißt Bastian, ein ehemaliger DDR-Bürger, der zunächst Teile seiner Herkunft wegmauschelt, um später im feuerroten Flitzer vorzufahren. Die Bühne seiner Show ist ein selbstverwalteter Kindergarten im Münchener Stadtteil Schwabing. Er möchte dazugehören, zu den Architekten, Psychologinnen, Innenausstatterinnen und Malern. Also wird Bastian Hochstapler.

Carolin Weidner


Nominiert für ver.di-Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness, Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts, Gedanken-Aufschluss, DEFA-Förderpreis
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#000 Screening Code
Credits
Originaltitel: Betrug
Land: Deutschland
Jahr: 2017
Sprache: deutsch
Untertitel: englische
Laufzeit: 90 min.
Format: HD Videofile (ProRes 422 HQ 1080p)
Farbe: Colour
Regie: David Spaeth
Produktion: Christian Drewing
Kamera: Sebastian Bäumler, Christian Rein, Pascal Schmit
Schnitt: Georg Michael Fischer
Ton: Clemens Becker, Friedemann von Rechenberg
Buch: David Spaeth
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