DOK LEIPZIG 30. OKTOBER – 5. NOVEMBER 2017
60. INTERNATIONALES LEIPZIGER FESTIVAL FÜR DOKUMENTAR- UND ANIMATIONSFILM
DOK Leipzig Film Festival

Genderblend


Genderblend




KATALOGTEXT
Genderbender unterlaufen duale Geschlechterbilder und verweigern sich der herkömmlichen Einordnung in die Kategorien Weiblich und Männlich. Jeder der fünf Protagonisten in Sophie Dros’ leichtfüßigem Dokumentarfilm hat den ersten Schritt hinaus aus der Konvention bereits hinter sich und ist dabei, die eigene Identität jenseits der Norm für sich zu entdecken. Konfrontiert mit Reaktionen zwischen Unverständnis, Interesse und offener Abwehr, schwanken sie zwischen Trotz, Zweifel und Enthusiasmus über jeden weiteren Schritt. Schließlich gelingt es jedem von ihnen, sich selbst ein kleines Stückchen näher zu kommen. Sogar dann, wenn die Außenwelt – trotz aller Neugierde – dafür manchmal noch nicht bereit ist.

Sophie Dros befragt Lisa, Anne, Dennis, Lashawn und Selm nach ihren Erfahrungen und Träumen und nimmt sich Raum, ihre unterschiedlichen Geschichten erzählerisch und visuell zu entfalten. Während die fußballspielenden Zwillinge Lisa und Anne beeindruckend „bei sich“ zu sein scheinen, haben Dennis, Selm und Lashawn immer wieder mit Verschiebungen von Selbstbild und Fremdbild zu kämpfen. Sie alle lassen uns teilhaben an ihren Wünschen und Widersprüchen. „Genderblend“ feiert sie in ihrem Kampf um eine Gesellschaft, in der Gender nicht mehr für zwei einander entgegengesetzte Idealvorstellungen, sondern für eine individuelle und einzigartige Konstruktion im Sinne des Sowohl-als-auch steht.

Luc-Carolin Ziemann


Nominiert für Young Eyes Film Award

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Credits
Originaltitel: Genderbende
Land: Niederlande
Jahr: 2017
Sprache: niederländisch
Untertitel: englische
Laufzeit: 68 min.
Format: DCP
Farbe: Colour
Regie: Sophie Dros
Produktion: Olivia Sophie van Leeuwen
Kamera: Boas van Milligen Bielke
Schnitt: Erik ten Brinke
Ton: Job Michel, Gijs den Hartogh
Musik: Reinier van Harten
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